Nicht damit zu verwechseln sind die Änderungsschneider, die keine besondere Ausbildung benötigen: Dieser Beruf wird in Deutschland sehr häufig von nähkundigen Hausfrauen - gelegentlich auch Männern - im selbständigen Ein-Mann-Be ausgeübt. Nicht selten sind die Inhaber Griechen, türken oder Italiener, aber auch Jugoslawen oder Thailänderinnen.
Eine weitere durchaus einleuchtende Erklärung geht auf die schlechte Zahlungsmoral des bürgertums zurück. Der Schneider als kleiner schmächtiger Geselle war nicht sehr gut angesehen und musste seinen Außenständen wahrscheinlich häufig genug hinterherlaufen. Die mit der Zahlungsaufforderung verbundenen Hausbesuche des Schneiders waren demzufolge nicht sonderlich beliebt und man mochte den Schneider lieber draußen als drinnen sehen.
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