- Textilmaschinenführer
- Das tapfere Schneiderlein
Eine andere ebenso plausible Etymologie leitet den Spruch von dem ursprünglichen Sprichwort "Herin, wans nit der Schnitter is!" ab, wobei mit Schnitter der Tod gemeint ist.
Der Spruch "Herein, wenn's kein Schneider ist" hat wirklich mit dem Beruf zu tun. Er ist eine Verballhornung von "Herein, wenn's ein Schneider ist". Diesen Spruch pflegten die mitglieder der Schneiderzusammenkünfte, bei denen nur Schneider zugelassen waren, zu rufen, wenn an die Tür des Raumes geklopft wurde.
Bis zum 12. Jahrhundert wurde Kleidung meist in Klöstern oder von der familie selbst hergestellt, daher kam der Beruf des Schneiders erst mitte des 12. Jahrhunderts auf. In Frankreich unterschied man zu dieser Zeit die Berufe Schneider und Näher. Der Schneider war im Unterschied zum kleidermacher nicht in einer Zunft organisiert und hatte daher wenig Ansehen und Auf, denen der Zugang zu den Zünften verwehrt war, ausgeübt. Ein Zustand, der bis zur französischen Revolution 1789 anhielt, als die Zünfte abgeschafft wurden.
Heutzutage werden die wichtigen Bestandteile des Schneiderberufs größtenteils von Maschinen übernommen. Deswegen entstanden Berufe wie Modeschneider und modedesigner. Es gibt aber immer noch herkömmliche Maßschneider mit eigenem Atelier, wo der Kunde sich z.B. ein in, Kleid oder Anzug "bauen" bzw. nach Maß fertigen lassen kann. Einige Schneider sind auch auf Leder und Pelz spezialisiert, siehe Kürschner.
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