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Kindheit und Jugend als Tochter Maria TheresiasMaria Antonia von Österreich als Kleinkind im Jahre 1756Maria Antonia verbrachte ihre Kindheit im Kreis einer großen Familie, die liebevoll und zugleich sittenstreng war. Der Säugling wurde auf die Namen Maria Antonia Josepha Johanna getauft und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem hübschen kleinen Mädchen, das mit ihrem charmanten Verhalten die Erzieher beeindruckte. Obwohl sich Maria Theresia wieder erholte, wurde die komplikationsreiche Geburts als schlechtes Vorzeichen gedeutet. Doch während der Geburt von Marie Antoinette traten das erste mal Komplikationen auf, sodass um das Leben der Mutter gefürchtet werden musste. Maria Theresia hatte bis zu der Geburt des vorletzten Kindes nie unter Problemen während und nach der Geburt ihrer Kinder gelitten. November 1755 als letzte Tochter und fünfzehntes Kind von Maria Theresia und Kaiser Franz I.Marie Antoinette erblickte am 2. (1708-1765) von Habsburg-Lothringen in Wien das Licht der Welt. Schon sehr früh zeigte sie einen Hang zur Unruhe und mied oft die Unterrichtsstunden, um sich anderen Zerstreuungen zu widmen. Die junge Erzherzogin zeigte auch während ihrer weiteren Erziehung keinerlei Neigung, sich zu konzentrieren oder sich ihren Aufgaben ernsthaft zu widmen. Maria Antonia von Österreich als Kind im Jahre 1763Die Erziehung basierte, wie bei ihren Geschwistern, den Erzherzoginnen und Erzherzogen, von klein auf auf einem strengen Schulungsprogramm, das Kaiserin Maria Theresia von Österreich speziell für ihre große Kinderschar ausgearbeitet hatte. Der Stundenplan beinhaltete Tanzstunden, Theateraufführungen, Geschichte, Malen, Rechtschreibung, Staatskunde, ein wenig Mathematik und das Lernen von Fremdsprachen. Die Mädchen wurden zudem in Handarbeiten und in der Konversationslehre unterwiesen. Maria Theresia und ihr Minister Kaunitz verfolgten nämlich das ehrgeizige Ziel, die politischen Beziehungen Österreichs zu den ausländischen Staaten und die Stellung Österreichs in Europa zu verbessern. Maria Theresia wusste, dass verwandtschaftliche Bindungen oft eine Stärkung des außenpolitischen Einflusses nach sich zogen und schmiedete deshalb schon sehr früh Heiratespläne für ihre 14 überlebenden Kinder. In ständiger Angst vor Friedrich II. von Preußen konzentrierte sie sich im Rahmen dieser Eheplanungen vor allem auf die Erweiterung der familiären Verbindungen zu den damals in Frankreich, Spanien, Neapel-Sizilien und Parma regierenden Bourbonen und einer daraus resultierenden verbesserten Kommunikation zwischen Habsburgern und Bourbonen. von Österreich, in die Pläne seiner Mutter einwilligen und Prinzessin Maria Ludovika von Spanien ehelichen.Als erstes Heiratsprojekt aus einer Reihe von geplanten Verbindungen zwischen Bourbonen und Habsburgern wurde die Vermählung zwischen Erzherzog Joseph, dem späteren Kaiser Joseph II. von Österreich mit Maria Isabella von Bourbon-Parma realisiert. Als nächstes musste Josephs Bruder Leopold, der spätere Kaiser Leopold II. Der dritte Sohn, Erzherzog Ferdinand Karl und späterer Herzog Ferdinand von Modena-Este, wurde von Maria Theresia mit der Erbin von Modena, Herzogin Beatrix von Modena-Este, verheiratet. Maria Theresia von Österreich und Franz Stephan von Lothringen im Kreise ihrer KinderDie Heirat von Maria Karolinas Lieblingsschwester, Erzherzogin Maria Antonia von Österreich, und dem späteren König Ludwig XVI. von Bourbon-Parma verheiratet. Während sich Erzherzogin Maria Christine von Österreich als einzige ihren Ehemann, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, selbst auswählen durfte, wurde Erzherzogin Maria Amalia von Österreich gegen ihren Willen und mit heftigen Widerstand seitens der jungen Frau mit Herzog Ferdinand I. von Frankreich, scheiterte an einer Pockenerkrankung der jungen Erzherzogin.Im Vergleich zu der reibungslosen Realisierung der Heiratsprojekte ihrer Söhne, wurde Maria Theresia bei den Eheverhandlungen ihrer Töchter mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Die älteste Tochter, Erzherzogin Maria Anna, blieb aufgrund ihrer schlechten Gesundheit unverheiratet. Das kurz vor der Verwirklichung stehende Heiratsprojekt, die Vermählung zwischen der hübschen Erzherzogin Marie Elisabeth von Österreich und dem französischen König Ludwig XV. Erzherzogin Johanna Gabriele von Österreich und ihre Schwester Erzherzogin Maria Josepha von Österreich starben beide an den Pocken, sodass Erzherzogin Maria Karolina von Österreich den Platz als Braut von König Ferdinand I. von Neapel-Sizilien einnehmen musste. von Frankreich war das letzte und zugleich ehrgeizigste Eheprojekt von Maria Theresia. Maria Antonia von Österreich als Jugendlichevon Frankreich) ins Auge gefasst.Im Zuge der traditionellen österreichischen Heiratspolitik wurde deshalb schon frühzeitig eine Eheschließung zwischen Marie Antonia und dem Dauphin Louis-Auguste (dem späteren Ludwig XVI. Die Vermählung zwischen der jungen österreichischen Erzherzogin und dem französischen Dauphin sollte das letzte und zugleich ehrgeizigste Heiratsprojekt aus einer Reihe von Eheschließungen zwischen Habsburger und Bourbonen sein und den langersehenten Frieden zwischen Frankreich und Österreich besiegeln. Nach langwierigen Verhandlungen ersuchte 1769 König Ludwig XV. von Frankreich um die Hand der Erzherzogin Maria Antonia für seinen Enkel und Erben, den Dauphin. Erst jetzt wurden Erzieher, Tanzlehrer und Sprachlehrer engagiert, die die österreichische Erzherzogin innerhalb kürzester Zeit auf das anspruchsvolle Amt einer französischen Königin vorbereiten sollten.Nachdem der Heiratsvertrag unterzeichnet worden war, analysierte Maria Theresia die Erziehung ihrer Tochter Maria Antonia und bemerkte gravierende Mängel in der Allgemeinbildung und in der Beherrschung der französischen Sprache, die besorgniserregend waren. In den folgenden Tagen wurde die Abreise von Maria Antonia vorbereitet und Maria Theresia versuchte das weinende Kind mit folgenden Worten zu beruhigen: Seien Sie gut zu dem französischen Volk, damit man sagen kann, ich hätte ihm einen Engel geschickt.Am 19. April 1770 fand die Hochzeit per procurationem in der Augustinerkirche in Wien statt. Mai fand die eigentliche Vermählung von Marie Antoinette und dem Dauphin in Versailles statt und die junge Dauphine wurde offziell am französischen Hof eingeführt. Erst am 16. Dieses neutrale Stück Land war eine unbewohnte Rheininsel vor Straßburg. Mai die »Übergabe« auf »neutralem Gebiet«. Nach diesem beeindruckenden Brautzug Maria Antonias quer durch Süddeutschland erfolgte am 7. nach Günzburg, Ulm und Freiburg im Breisgau in Vorderösterreich.a. Es fuhr die Donau entlang und über München und Augsburg gelangte es u. April 1770 von seiner Mutter und von den Geschwistern in Wien und trat mit einem imponierenden Brautzug seine Reise in sein Schicksal in Frankreich an.Das 14jährige Mädchen verabschiedete sich am 21. Im Rahmen dieser Übergabe musste sich das junge Mädchen vollständig entkleiden und sich von allen österreichischen Freunden und Bekannten trennen. Anschließend wurde sie mit französischen Gewändern bekleidet und wurde im Zuge dieses Aktes zu einer Französin. In diesem Moment verwandelte sich die kleine österreichische Erzherzogin Maria Antonia in die französische Dauphine Marie Antoinette. In Straßburg und in Saverne war Marie Antoinette Gast von Kardinal Louis de Rohan, der eine wichtige Rolle in der Halsbandaffäre spielen sollte. 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