Etymologie
Im engeren Sinn werden unter Hygiene die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten bezeichnet, insbesondere die Reinigung und Desinfektion.Das Wort Hygiene kommt aus dem Griechischen (υγιεινή [τέχνη], hygieiné [téchne]) und bedeutet "der Gesundheit zuträgliche Kunst". Es leitet sich von der griechischen Göttin der Gesundheit, Hygéia, ab.
Ökonomisch-soziologische Zusammenhänge
Thomas McKeown hat 1979 den Rückgang der Infektionskrankheiten der letzten 200 Jahre auf Hygiene, bessere Ernährung, Immunität und andere unspezifische Maßnahmen zurückgeführt. Abseits der Industriestaaten hat sich das Muster der Erkrankungen nicht wesentlich verändert, trotz teilweiser Einführung von medikamentösen Behandlungsmethoden. So kann angenommen werden, dass ohne finanzielle und materielle Unterstützung der "dritten Welt" und ohne bessere Lebensbedingungen für den Großteil der Menschheit der Gefahr von Seuchen Vorschub geleistet wird.
Durch den verringerten kontakt mit Keimen besonders während der frühen Kindheit tendiere das Immunsystem dazu, Reaktionen auf eigentlich harmlose Stoffe, wie zum Beispiel Pollen oder Hausstaub zu zeigen.In den letzten Jahrzehnten zeichnet sich in den Industriestaaten allerdings ein Trend zu übermäßiger Hygiene ab. So werden heute sogar Müllbeutel Angeboten, die mit antibakteriellen Mitteln behandelt sind. Dabei weisen wissenschaftliche Studien auf einen Zusammenhang zwischen penibler Hygiene und dem Auftreten von Allergien hin.
Diese Studie wurde in Madrid auf einem Kongress vorgestellt und in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" (Bd. Dort konnte wissenschaftlich festgestellt werden, dass Kinder auf Bauernhöfen viel weniger Allergien aufwiesen. Josef Riedler). Dr.Eine interessante Studie wurde am Landeskinderkrankenhaus Salzburg durchgeführt (Doz. 258, S 1129) publiziert.
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